Content Management System: Ja oder Nein?

Wir sind der Meinung: „Es kommt drauf an“. Um diese Frage zu beantworten, solltest du dir vorerst andere wichtige Fragen stellen.

Wie oft muss der Inhalt der Seiten angepasst werden?

Wenn der Inhalt der Website des öfteren angepasst werden soll und laufend neue Inhalte hinzukommen, ist die Verwendung eines CMS unabdingbar. Wird die Seite hingegen einmal befüllt und bleibt die meiste Zeit so bestehen kann es durchaus Sinn machen, auf ein CMS zu verzichten.

Wer übernimmt das anpassen der Inhalte?

Wird der Inhalt durch die Agentur eingepflegt, kann es einem so ziemlich schnuppe sein, ob diese durch ein CMS, in Form von HTML oder einfachen Textdateien eingegeben werden, solange der Output stimmt. Man bedenke jedoch in diesem Fall, dass nachträgliche Anpassungen, meist extra verrechnet werden und diese Kosten bei jeder weiteren Anpassung anfallen. Soll die Seite grundsätzlich durch einen „normalen“ Benutzer bewirtschaftet werden, ist es meist Sinnvoller dies über eine WYSIWYG-Eingabemaske (What You See Is What You Get) zu tun, welche einem eine vereinfachte Bewirtschaftung erlaubt. Durch die Vergabe von entsprechenden Benutzerrechten kann der Redaktor bzw. die Redaktorin hierbei auch nichts am Design kaputt machen.

Handelt es sich um eine einmalige Kampagne oder um einen längerfristigen Webauftritt?

Handelt es sich beim Webauftritt um eine einmalige, temporäre Kampagne wobei das Hauptaugenmerk auf das Design gelegt wird und der Inhalt mehrheitlich statisch ist, kann man durchaus auf ein Content Management System verzichten. Wird der Webauftritt dazu benutzt die Firma vorzustellen und den Interessenten auf dem laufenden zu halten, gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten. Man kann beispielsweise Inhalte, welche grundsätzlich nie ändern Statisch halten und Inhalte welche den Besucher auf dem laufenden hält, in Form eines Blogs anbieten. Der Blog verfügt hierbei über eine einfache Eingabemaske, welche von ausgewählten Personen aktuell gehalten wird. Grundsätzlich ist es dennoch sinnvoll solche Webseiten über ein CMS zu pflegen, damit Aktivitäten im Betrieb (z.B. Personalwechsel, neue Produkte, Adressänderungen etc.) möglichst einfach aktualisiert werden können.

Weist die Seite vorwiegend individuelle Funktionalitäten aus oder ist es eine eigenständige Webapplikation?

Webapplikationen sind per se bereits eine Art von CMS oder anders rum bei einem CMS handelt es sich um eine Art von Webapplikation. Soll nun die zu entwickelnde Webapplikation auf einem bestehenden CMS aufbauen und dieses mit den gewünschten Funktionalitäten erweitern oder ist man mit einem der unzähligen Frameworks gar besser bedient? Auch hier kommts wieder drauf an. Grundsätzlich will und soll man ja das Rad nicht neu erfinden. Ein CMS steht hier etwas im Vorteil, da ein Grossteil der Funktionalität bereits geliefert wird und man sich „nur noch“ um die gewünschte Implementation kümmern muss. Zugleich kann ein CMS auch einschränken und man kommt nicht drum herum Wege zu finden, das CMS auszutricksen. Dies ist einerseits sehr Zeitintensiv und hat den Nachteil, dass CMS-Updates nicht bzw. nur schwer durchzuführen sind. Bei komplexeren Anforderungen raten wir deshalb zum Einsatz von gut ausgewählten Frameworks, um möglichst Flexibel zu sein. Gute Frameworks haben ebenfalls den Vorteil, Routinearbeiten bei der Implementation zu minimieren und fahren mit einer reichen Palette an zusätzlichen Helfern auf, um die Umsetzung möglichst effizient zu gestalten.

Ist der Inhalt mehrsprachig vorhanden?

Angefangen bei der Navigation, über Texte bis zu Bilder und Videos kann alles Mehrsprachig vorhanden sein. Viele Content Management Systeme bieten Möglichkeiten, Webseiten mehrsprachig anzubieten. Mit statischen Webseiten ist es etwas aufwändiger zu bewirtschaften und bieten nicht so sexy features, wie Inhalte in mehreren Sprachen neben einander zu stellen oder fehlende Übersetzungen auszuweisen. Aber auch hier gilt: Bleibt der Inhalt grundsätzlich statisch, kann theoretisch auch auf ein CMS verzichtet werden.

Welches CMS soll den nun verwendet werden?

Stephan wird hier in nächster Zeit etwas dazu berichten.

Fazit

Wie du siehst, gibt es nicht DEN Grund ein CMS einzusetzen. Es kommt immer auf den Einsatzzweck an. Bist du grundsätzlich nicht für das abfüllen und pflegen der Inhalte zuständig, kann es dir theoretisch egal sein. Diejenigen welche das abfüllen für dich übernehmen, werden vermutlich trotzdem eine art CMS verwenden, um sich die Arbeit zu erleichtern… Willst du deine Inhalte selber bewirtschaften können, solltest du wenn möglich nicht darauf verzichten. Uns nimmt es wunder wie ihr zu dem Thema steht. Schreibt uns doch in den Kommentaren, ob und was für ein CMS ihr verwendet und was für Erfahrungen ihr allenfalls ohne CMS gemacht habt. Danke fürs lesen und bis bald!

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