Responsive Webdesign – Sinnvoll oder nur Mode?

Responsive Webdesign, Mann mit Laptop und Smartphone

Ist Responsive Webdesign wirklich was oder doch nur eine Modeerscheinung?

Genau dass möchten wir in diesem Artikel herausfinden. Nun für die, die noch nie von „Responsive Webdesign“ gehört haben. Hier eine kurze Einleitung.

Was ist Responsive Webdesign?

Responsive Webdesign bedeutet, dass eine Webseite auf das Endgerät reagiert. Die Webseite wird für das Smartphone, Tablet oder den Laptop/Desktop so konzipiert, gestaltet und umgesetzt, dass sie optimal zu lesen und bedienen ist.

Einige Faktoren spielen hier eine Rolle. Es geht nicht nur darum, nicht zoomen zu müssen. Oder den Text gut lesen zu können. Oder alle Links und Buttons gross genug für den Finger zu gestalten, damit diese auch angetippt werden können. Oder nur die wichtigsten Inhalte schnell zugänglich zu machen. Oder die Performance so hinzukriegen, dass man nicht Minutenlang warten muss. Oder zu berücksichtigen ob man klicken, tippen, mit dem Finger wischen, mit der Maus drüber fahren oder das Gerät auch drehen kann. Oder den Inhalt in die Breite des Browsers passend zu gestalten. Und es dann auch noch gut aussieht. Nein. Es geht um all diese Dinge zusammen und diese unter einen Hut zu bringen – dass ist Responsive Webdesign.

Was sind die Vorteile von Responsive Webdesign?

Es gibt einige Vorteile die in vielen Fällen für Responsive Webdesign sprechen. Zuerst mal, viele Studien und Statistiken beweisen, dass immer mehr Besucher einer Webseite mobil unterwegs sind. Kein Wunder, der Mensch will die Informationen immer abrufen können und das am besten jetzt. Egal ob er im Zug von Zürich nach Luzern fährt und die News des Tages durchblättert (-scrollt) oder am Abend durch die Stadt spaziert und wissen will, wo es in der Umgebung das beste Sushi gibt. Der Mensch wird zudem auch immer bequemer, deshalb sind wir der Meinung, dass einfache und logische Benutzerführung auf allen Geräten einfach dazu gehört.

Auch für den Redakteur der Webseite hat Responsive Webdesign einen grossen Vorteil. Er füllt den Inhalt nur ein Mal ab und die Webseite zeigt automatisch die passende Version für das Engerät des Besuchers. Für den Redakteur und Kunden bedeutet das kurz gesagt: Weniger Aufwand, mehr Zeit, somit tiefere Kosten – und das nachhaltig.

In welchen Fällen setzt man auf Responsive Webdesign und wann nicht?

Wir finden, es macht oft Sinn eine Webseite in Responsive Webdesign umzusetzen. Es gibt aber Fälle in denen man auf andere Lösungen zurückgreifen kann und soll. Hier die Gründe, die für oder gegen Responsive Webdesign sprechen.

Wann macht Responsive Webdesign Sinn?

Es gibt zwei matchentscheidende Faktoren für die Beantwortung dieser Frage: 1. Was biete ich auf meinem Webauftritt? 2. Wer ist meine Zielgruppe?

Wenn der Webauftritt vorwiegend informativ ist, dann sagen wir unbedingt „Ja“ zu Responsive Webdesign. Was gibt es bequemeres, wenn ich wissen will bis wann ein bestimmtes Restaurant geöffnet hat? (In diesem Beispiel kommen gerade Öffnungszeiten, deshalb bereits auf der Startseite. Bietet das Restaurant Tagesmenüs an, so sind diese auch auf der Startseite anzuzeigen).
Ist es eher eine kleine Webseite mit einer überschaubaren Seitenanzahl z.b. ein Portfolio oder eine Corporate Webseite, so können wir hierfür Responsive Webdesign wirklich empfehlen.
Handelt es sich bei der Online-Präsenz um einen Blog, so greifen wir unbedingt zu Responsive Webdesign zurück. Artikel werden sehr oft unterwegs auf mobilen Geräten gelesen.

Auch  bei grösseren Webseiten ist Responsive Webdesign ein grosses Thema, aber hier gilt: Je komplexer und umfangreicher die Webseite, desto eher sollte man sich überlegen gewisse Funktionen, Elemente, Seiten oder gar ganze Bereiche auf mobilen Geräten wegzulassen. So bleibt Sie, vor allem für Smartphones, nach wie vor überschaubar und einfach bedienbar.

Oft wünscht der Kunde aber, dass alles was auf der Desktop-Version zu sehen ist, auch auf dem Smartphone vorhanden sein soll. Dieses Vorhaben ist aber meist eine schlechte Idee. Denn zum einen sind gewisse Dinge nicht machbar, egal ob aus Performance Gründen oder wegen den Funklöchern, die es nach wie vor gibt, um eine stetige Verbindung zum Internet aufrechtzuerhalten. Des Weiteren ist eine wichtige Frage: Macht es Sinn und hat er Kunde des Kunden einen Mehrwert, wenn wir diese Funktion auf Smartphones anbieten? Denn einige Funktionen kann man getrost weglassen. Oder würdest du unterwegs eine Reise im Wert von CHF 3’000.- auf einer Webseite über deine Kreditkarte buchen? Ich bestimmt nicht.

Der zweite wichtige Faktor, die Zielgruppe der Webseite. Wenn der Webauftritt bereits steht und es um ein Redesign geht, dann sind Auswertungen das A und O. Und zwar bevor man mit der Umsetzung des neuen Webauftritts beginnt. Denn genau hier liest sich oft heraus an welchen Ecken noch verbessert werden kann. Ist also z.B. eine grosse Absprungrate bei mobilen Besuchern des aktuellen Webauftritts zu sehen und sind die mobilen Besucherzahlen erwähnenswert, so sollte man sich sehr gut überlegen, die neue Online-Präsenz auch für die mobilen Besucher besser zugänglich zu machen. Wie bereits erwähnt, sind die mobilen Internetnutzer eine rasch wachsende Zielgruppe. Grundsätzlich gilt also: Je früher man auf Responsive umsteigt, desto besser.

Und wann nicht?

Auch hier greifen wir auf die zwei Faktoren „Inhalt“ und „Zielgruppe“ zurück. Soll ein Online-Shop erstellt werden, so kann dies, je nach Grösse des Shops, Sinn machen auf Responsive Webdesign zu verzichten und hingegen eine eigenständige mobile Version der Webseite anzubieten (z.B. m.domain.ch). Die Unterschiede in Benutzerführung und Inhalt zwischen Desktop und Smartphone sind zum Teil einfach zu gross. So kann man die mobile Version spezifisch für Smartphones entwickeln und wirklich nur die relevanten Elemente darstellen und deutlich an Performance und Usability optimieren – ohne auf Desktops und Tablets Rücksicht nehmen zu müssen. Da bei einem Shop die Daten meist zentral gespeichert werden, muss auch für eine Mobile Version in der Regel alles nur ein Mal abgefüllt werden. Dies gilt zumindest für die Produkte im Shop.

In manchen Fällen, macht es sogar Sinn eine App für die gängigsten Smartphone-Betriebssysteme zu entwickeln. Hier ist klar der Vorteil: Bedienbarkeit, Performance, Darstellung der relevanten Inhalte und zu letzt die Gewohnheit der Kunden. Denn sie lieben Apps! Der Nachteil: Man muss extra eine App runterladen. Aber sind wir ehrlich, haben wir uns nicht schon daran gewöhnt?

Ein weiterer Grenzfall für Responsive Webdesign sind auch Reiseanbieter und Reiseveranstalter. Hier macht Responsive Webdesign nur bedingt Sinn. Die Informationen zum Angebot und Unternehmen dürfen und sollen in Responsive Webdesign dargestellt werden. Nur sind wir skeptisch, was den Buchungsprozess angeht. Wie oben bereits erwähnt: Sobald grössere Beträge im Spiel sind, ist der Besucher in der Regel nicht bereit diese über eine Webseite auf dem Smartphone zu bezahlen oder wie in diesem Fall eine Reise für mehrere tausend Franken zu buchen.

Aber er schaut sich gerne an, was das Angebot ist und teilt diese vielleicht mit seinen Freunden. So einen Fall hatten wir auch bereits und haben uns dafür entschieden, alle Informationen fürs Handy zugänglich zu machen, aber beim Buchungsprozess eine nette Mitteilung einzublenden, welche besagt, dass man doch am Computer buchen soll. Wir finden diese Entscheidung richtig. Oder was meint ihr?

Bedeutet Responsive Webdesign mehr Aufwand?

Wir bieten Responsive Webdesign an, wir haben auch viel Erfahrung darin. In den letzten Jahren haben wir ausschliesslich Webseiten in Responsive Webdesign umgesetzt. Und genau aus dieser Erfahrung können wir mit gutem Gewissen sagen: „Ja, es ist ein deutlicher Mehraufwand – zumindest Initial.“.

Klar gibt es tausende fertige Themes und Templates die Responsive Webdesign versprechen, teilweise sogar kostenlos. Doch sieht eine Webseite eines Industrie Unternehmens identisch aus wie ein Webauftritt eines Immobilien Unternehmens und verhält sich gleich? Oder was ist mit dem Arzt deines Vertrauens? Oder ein Blog, bei dem es um die Familie geht? Und was ist mit dem grossen Online-Portal welches Awards verleiht? Ist bei all diesen Online-Auftritten der Umfang gleich? Genügt es, einfach das Logo und die Farben anzupassen? Vielleicht noch zwei, drei Bilder auszutauschen? Nein. Es steckt einiges mehr dahinter. Die Arbeit soll für jede Unternehmung individuell sein. Sie soll dem Unternehmen, deren Produkten und Dienstleistungen entsprechen, diese widerspiegeln und klar hervorheben. Individuelles Webdesign hat übrigens noch einen Vorteil, dass Web sieht nicht quer durchs Band gleich aus und ist somit nicht mehr so langweilig.

Wir stehen ganz klar für individuelle Konzepte, einzigartige Designs und massgeschneiderte Entwicklung. Und dass aus der Schweiz und in Responsive.

Fazit

Wir sind der Meinung, dass Responsive Webdesign in sehr vielen Fällen durchaus Sinn macht und bestimmt keine Modeerscheinung ist, sondern zu einem sinnvollen und mächtigen Instrument im Internet geworden ist. Es ist wichtig, dass die Anforderungen, Inhalte und Zielgruppen gemeinsam mit dem Kunden geprüft werden und anhand dieser Daten die Entscheidung für oder gegen Responsive Webdesign gefällt wird. Falls bei dieser Entscheidung Responsive Webdesign kein Thema ist, dann soll es auch weggelassen werden und auf andere Möglichkeiten, wie eigenständige Mobile Versionen oder Apps, zurückgegriffen werden.

Das sind unsere Meinungen zu Responsive Webdesign – und Meinungen sind ja bekanntlich unterschiedlich, so solls auch sein. Aus diesem Grund gibt es auch keine Quellenangaben.

Wie siehst du das Thema „Responsive Webdesign“? Sinnvoll oder nur Mode?

Einige Beispiele zu Responsive Webdesign

Hier noch einige gute und schöne Beispiele für Responsive Webdesign, finden wir zumindest:

Danke fürs lesen! Und wann kreieren wir deine Seite in Responsive?

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